Die Stadt unter dem See
Ich ging einige Schritte und hörte leise den Sand unter meinen ledernen Stiefeln knirschen, sonst war nichts zu hören, kein Lufthauch, kein Rauschen von Blättern, einzig und allein mein Atem war zu hören. Ich lauschte in die Ferne und hörte nichts, also ging ich weiter, immer die Augen offenhaltend, meine Sinne waren geschärft doch nichts gefährliches lies sich erspürten. Nach etwa 200 Fuss erreichte ich die ersten Häuser, ich erkannte auf den ersten Blick das sie schon seit langem unbewohnt waren, die Mauern der Häuser zeigten deutliche Barandspuren, von hölzernen Türen oder Fensterladen war keine Spur zu sehen. Was war hier geschehen, es musste ein fürchterlicher Feuersturm gewesen sein der die Stadt einst vernichtete. Ich ging auf die niedrige Öffnung zu die scheinbar einmal eine Tür war. Ich sah in den niedrigen Raum hinein und stellte kurz darauf überrascht fest das diese Stadt keinesfalls eine Siedlung der Menschen war. Ich selbst konnte mit meine fast 10 Fuss nicht aufrecht in den Räumen stehen. Und auch normale Menschen würden es sicherlich schwer haben sich in solch niedrigen Räumen wohlzufühlen.
Ich verlies also das Haus und ging in Richtung des Zentrums weiter, als ich aus der Gasse bog sah ich in der Mitte eines großen Platzes den Turm, mein Blick wanderte an dem strahlen Weissen ebenen Gemäuer empor. Keine Spur von Zerstörung oder Alter. Völlig unversehrt stand er da, der Elfenbeinturm wie ich ihn nannte. Ich umrundete das Bauwerk einmal und konnte keinen Eingang, kein Fenster entdecken, also ging ich auf das nächste Gebäude zu, einem verhältnissmäßig großen Bau in östlicher Richtung. Ich stieg die Stufen hinauf und sah voller erstaunen das eine Metallene Tür meinen Weg versperrte, auch die Fenster waren mit Metallenen Laden versehen. Ich hob also meine Axt und hieb auf die Tür ein. Ich blieb verdutzt stehen, denn die Waffe glitt klirrend von dem blanken Metall ab, nicht einmal einen Kratzer konnte ich entdecken. Ich war mir sicher, hier war mächtige Magie im Spiel. Ich ging bis zu Tür und zog meine Handschuh aus um das Metall zu untersuchen. Als ich es berührte spürte ich ein leises kribbeln in den Fingern und zog meine Hand erschrocken zurück. Welch Hexenwerk war dies, die Tür schien innerlich zu leben. Ich untersuchte die nähere umgebung und entdeckte über der Tür eine Reihe von Feuer Geschwärtzten Runen...
Runen, die Schrift der Zwerge und Druiden. Nur wenige konnten diese noch lesen, ich selbst nur zu einem geringen Teil. Mit Mühe entzifferte ich die Worte: "Einlass sei Manne mit reinem Herzen, freien Geiste und ruhiger Hand gewährt" Ich weis nicht ob dies so ganz richtig war aber ich setzte mich auf sie Stufen vor der Tür und versank in einer tiefen sinnenden Meditation. Nach einigen Stunden schrack ich auf als ich ein Knirschen hinter mir vernahm. Ich sprang auf und sah voller Verwunderung das sich die Tür welche eben noch auf ewig verschlossen schien sich geöffnet hatte. Aus dem Inneren des gebäudes strömte eine warme, leicht feuchte luft herraus. Ich ging durchdie Pforte und erblickte zu meinem erstaunen eine riesige Bibliothek, in deren Zentrum lag ein großer aufgeschlagener Foliant. Ich berührte die Rune des Lichtes auf meiner Robe und augenblicklich war ich von einer leuchtenden Aura umgeben, ich ging auf den Folianten zu und las die Zeilen welche dort geschrieben standen:
Wer diese Zeilen liest,
wird unsere einst blühende Stadt finden,
in Trümmern,verbrannt vom Feuer der Offenbahrung,
auf ewig entweiht von den Götzen des Himmels,
versunken im See des Vergessens.
Wisse Wanderer,
allein der Wille des Geistes,
öffnet die Pforten zum Turm des Wissens.
Doch ist es die allein die Macht des Stahls,
welche das Wissen zu behüten vermag.
Unsere Stadt ist vergangen,
und wird vergehen auf ewig,
in den Fluten des Vergessens...
In diesem Augenblick spürte ich ein leichtes Beben, doch ich lass die Zweite Seite des Buches des aufgeschlagenen Buches:
Wisse Wanderer der Weg aus der Stadt,
führt durch den Turm des Wissens,
und die Höhle des Vergessens.
Hüte dich vor dem schnellen Schritt,
und dem Langsamen Schrei.
Der Stahl schützt das Wissen,
der Geist dient dem Stahl...
Unter den Zeilen lass ich einen Namen Arkun de Drakort. Einige Sekunden stand ich nur da und grübelte über das was dort stand. Dann begann die Erde zu beben, ich stürmte aus dem Haus und sah wie sich die Kuppel über der Stadt wölbte und verbog. Die Stadt würde vergehen und wenn ich keinen Weg finden würde schnell von hier zu verschwinden würde ich ebenfalls von den Fluten verschlungen werden. Ich blickte trauernd auf die Bücher zurück, welches Wissen sie wohl noch bargen, welche Mysterien längst vergangener Zeiten. Schnell griff ich noch eines der Bücher die neben der Tür lagen und entschlüpfte durch den schmalen Spalt der sich schliessenden Tür. Ich rannte die Stufen des Hauses hinunter und sah vor mir eine Luke im Boden, das Beben hatte wohl den daraufliegenden Sand zur Seite geschoben. Die Tür war mit einem Siegel verschlossen, es zeigte...
Ein Symbol das mir seht bekannt vorkam, eine Schwarze Sonne in einem weissen Kreis und ein weisser Mond. Ich hatte keine Zeit die Kuppel drohte zu bersten und die Stadt in den Fluten zu versinken, ich hieb mit meiner Axt gegen das Siegel und zerschmetterte es mit einem Schlag, ich riss die Luke auf und stieg die schummrigen Stufen hinab. Ich berührte erneut die Rune des Lichtes und erkannte vor mir eine weitere Luke. Diese war rund und scheinbar aus dem selben Metall gefertigt, wie die Tür der Bibliothek. Ich drehte das Handrad in der Mitte und nach einigen Drehungen sprang die Tür auf und ich betrat einen weitern Raum, just in diesem Augenblick hörte ich ein Ohrenbeteubendes krachen hinter mir, ich schlug die Tür zu und verriegelte die mit dem Handrad von innen. Sekunden später hörte ich wie das Wasser von der anderen Seite gegen die Tür schlug.
Mein Herz schlug schneller, ich sah mich um, hatte ich mich nur gerettet um nun in einem finsteren Kellerloch zu sterben ? Wo war ich gelandet... Ich erkannte das ich mich in einem Runden Gang befand, die Wände waren aus weissem Gestein gehauen und ich konnte keine einzige Furche in ihnen erkennen. Ich ging den Gang hinab in der Höffnung einen Ausweg aus diesem Loch zu finden, ich bin nunmal ein Mann des Waldes und der weite und fühle mich in Höhel und Verliesen äußerst unwohl...
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