Die Gilde

Ich landete krachend auf dem Boden und sah mich verwundert um, wenn mich nicht alles täuschte war dies hier die Stadt Lichthafen, ich richtet mich auf und plötzlich hielt mir ein Krieger seine Hand hin. Ich nahm seine Hilfe dankend an und richtete mich auf.’Wo kommst du denn plötzlich her?’ Fragte mich der Krieger und ich blickte misstrauisch in seine blauen Augen, dann antwortet ich: ‚Ich weis nicht, ich erinnere mich nur an ein blaues Licht...’, mein innerstes bäumte sich gegen diese Lüge auf, doch ich kannte den fremden nicht und konnte ihm auf keinen Fall etwas von meiner Reise und dem Arsenal erzählen. Ich fragte ihn also erstmal nach seinem Namen und er antworte: ‚Destard, Kriegsführer der Heilgen Macht des Lichtes.’ Er lächelte mich an und erzählte ein wenig von seiner Gilde, welche es sich zum Ziel gesetzt hatte den schwachen und jungen auf ihrem weg zu helfen. Ich grinste und dachte so bei mir, vielleicht sollte ich mir diese Leute mal anschauen, schliesslich musste ich meine Schwester finden und diese mysteriöse Festung Drakort. Vielleicht konnte ich mich in dieser Gemeinschaft eine Zeit lang verstecken.

Also ging ich fürs erste mit Destard in die Taverne und wir bestellteb dort einen Humpen Met, nach einigen Krügen, begann Destard mir ein wenig von seinem Leben zu erzählen und ich lauschte gespannt seinen Geschichten, von seiner Kindheit in der er immerzu getrimmt wurde sein Heimatland gegen die Orks zu verteidigen und auch von dem Tag als er von seinen hartherzigen Eltern einfach weglief. In seine Augen spiegelte sich trotz der Härte die er nach aussen zeigte ein schwacher Funken von Sehnsucht, nach Nähe und Geborgenheit. Er trank einen weiteren Krug und erzählte mir dann wie er allein und des nachtens von Goblins und Orks verfolgt, nach Lichthafen kam und hier einen Mann namens Kery fand. Dieser Mann erzählte er schien ein mächtiger Magus zu sein, bewandert in den Künsten der Nekromantie und des Feuers, doch sein Herz war rein so beteuerte er. Dieser Mann sammelte Männer und Frauen um sich um anderen zu helfen und die schwachen zu Unterstützen, sie nannten sich Die heilige Macht des Lichtes, nun er lachte: „Sie dienen zwar Artherk aber nich so wie diese Glaubensfanatiker, wir sind eigentlich ein friedlicher Haufen, aus Krieg und Stänkerei halten wir und raus, so steht es in unsrem Manifest.“. Interessiert hörte ich ihm zu und konnte mir ein schmunzeln nicht verkneifen, hatte ich doch diese Worte schon von vielen Menschen gehört, doch nur die wenigsten hatten sich daran gehalten und von denen die dem Kämpfen vollends entsagten hatten auch nur sehr wenige überlebt. Das knarren der Schenkentür schreckte mich aus meinen Gedanken auf und ich hob meinen Kopf um zu sehen wer das zu so später Stunde noch eintrat. Als ich die finstere in Schwarze Tücher gehüllte Gestallt sah, wanderte mein Griff unweigerlich in Richtung meiner Waffe, doch Destard sprang auf und umarmte den schwarzgewandeten freudig und führte ihn zu unserem Tisch.

Noch während der etwas zu klein geratene Schwarzgewandete seine Kapuze abnahm stellte uns Destard vor, dieser kleine Wicht war also der grosse Gildenführer Kery. Ich lächelte kurz und fragte dann warum ein Verfechter des Lichtes in Schwarze Tücher gehüllt seie. Kery selbst antwortete mit einer glockenhellen Stimme: „Das ist alles nur Tarnung, ich erlerne von Araknor die Künste der Nekromatie um sie gegen unsere Feinde einzusetzen.“ Ich musterte ihn und blickte dann fragend zu Destard. Als hätte er meine Frage schon erkannt, antwortete er mir: „Leider ist der Kampf oft nicht unumgänglich, doch kämpfen wir nur wenn es nötig ist.“ Ich nickte ihm zu und trank ein weiteres Glas Met und verabschiedete mich dann. Von hinten hörte ich nur die helle Stimme Kerys wie er Destard fragte wo er mich aufgegabelt hätte. Die Tür der Taverne krachte zu und ich spürte kühlen Wind der hereinbrechenden Nacht. Wie schon so oft zog mich eine unbegreifliche Macht in die tiefen des Waldes.

Zwei Tage später, immer noch wanderte ich im Wald umher und kam gerade an einem schmalen Pass an als ich ein helles Kreischen vernahm: „Gääält odaaa Läääbn“, nur Sekunden später fand ich mich von einer Horde Goblins umgeben. Ich musterte die schäbigen Gestallten und noch bevor ich meine Waffe ziehen konnte hörte ich eine vertraute Stimme schreien: „Verschwindet ihr wiederlichen Gnome“. Und aus dem Wald stürmte Destart, eine blitzende Klinge in der Hand sprang er auf die Goblins zu. Ich zog mein Kurzschwert und tat es ihm gleich, mit fast schon sanften Hieben, schlug ich auf die Goblins ein. Als die letzen der überraschten Goblins geflohen oder erschlagen waren, steckte ich meine Klinge ein und bedankte mich bei Destart, drehte mich um und wollte gehen, doch er hielt mich auf und sprach: „Hey, reaper du solltest besser aufpassen, hier lauern überall gefahren, vor allem für so junge Krieger wie dich!“, ich drehte mich langsam um und musterte seine Blutige Nietenlederrüstung. Ich schlug also zusammen mit Destart mein Nachtlager auf und am Lagerfeuer erzählte er mir mehr von seiner Gilde und das es an einem starken Führer mangele, er selbst, so erklärte er mir, wäre zwar ein guter Kämpfer aber kein Anführer. Nach einem langen Gespräch willigte ich ein ihm zu helfen und seine Gilde bei ihrem unterfangen zu unterstützen.

In den nächsten Wochen, lernte ich die wenigen Gildenbrüder und Schwestern kennen, auch konnte ich einige neue für die Sache der Gilde gewinnen, unter anderem einen jungen Krieger mit Namen Damian Horas. Von Anfang an faszinierte mich dieser junge Paladin, mit dem Schwert, aber auch den Kräften der Magie schlug er sich durch. Immer hatte er lustige Geschichten zu berichten und war mir auf vielen Wegen ein gern gesehener Weggefährte und wurde im Laufe der Zeit mein Waffenbruder. Eines Tages, wir waren bereits seit Tagen unterwegs und hatten gerade unser Nachtlager aufgeschlagen, machte er ein Betrübtes Gesicht, ich fragte ihn was geschehen sei und warum er schon seit unserem Aufbruch so schweigsam seie. Und er erzählte mir das er sein Herz an eine junge Dienerin Ogrimars verloren hätte, und das Kery der Gildenmeister ihm verboten hätte sie wiederzu sehen. Tröstend legte ich ihm die Hand auf die Schulter und versprach ihm mit Kery zu sprechen, doch als ich drei Tage später wieder nach Lichthafen kam, war von Destart und Kery keine Spur. Ganze drei Monde suchten wir nach ihnen, bis eines Nachts Drakonis mit einer Botschaft von Destard bei mir eintraf. Ich lass nicht voller Schrecken die Zeilen meines Freundes:

Wir haben sie gefunden, die verlorene Krypta, doch wir sind umzingelt, Kery ist verwundet, ich werde versuchen die Monster anzulocken, damit Kery flüchten kann, das ist das einzige was ich noch tun kann, ich gebe all meine Besitztümer an Kery, und für meinen Freund Reaper soll meine Axt sein, ich hoffe ihr vergesst mich nie.

Destard, Kriegsführer der heiligen Macht des Lichtes


Und tatsächlich einige Tage später traf Kery in Lichthafen ein, seine Robe war sauber und er sah alles andere als von den Schrecken der Reise geplagt aus. Er war heiter und munter, über Destard und dessen Erbe verlor er jedoch kein Wort. Ich ahnte bereits das niemand ausser mir und Damian etwas von diesem Brief wusste den Destard geschrieben hatte und ich bat auch ihn zu schweigen. Monate später, die Gilde hatte an Einfluss und Macht gewonnen, kam ich gerade nach Lichthafen als ich vom Tempel her die Rufe meines Freundes Damian hörte, ich zog meine Axt und augenblicklich rannte ein Proketor der Stadt auf mich zu, ich blickte in seine festen Augen und schrie ihn an: „Lass mich passieren oder ich werde deinen Schädel zermatschen wie eine reife Tomate“ ängstlich zog sich der Protektor zurück und ich eilte zum Tempel. Hinter diesem stand das kleine Haus welchen unserer Gilde als Versammlungsort und Trainingsraum diente. Lautstark debatierten dort Damian und Ladune mit Kery, welcher Ladune einen Verräter schimpfte das dieser ihm beim Training verletzt hatte. Es kam zu einer langen Unterredung, an deren Ende Kery weinend die Tür hinter sich zuschlug und von dannen eilte.

Ich schüttelte den Kopf und folgte ihm, doch verlor ich ihn aus den Augen, seit diesem Tage hat niemand je wieder etwas von Kery gehört und nach einem Monat wurde ein neuer Gildenrat gewählt, ich selbst sollte der Meister der Gilde werden, doch lehnte ich dies ab und erhielt so als Chronist meine Ratsstimme. Nach der Wahl erzählte ich den Mitgliedern von den Brief Destards und alle stimmten zu Kery zu suchen, denn es war bekannt das Destard unter anderem eine grosse Summe von Goldmünzen besessen hatte und ich machte mich auf die Suche nach dem veschollenen.

Doch es sollte einen weiteren Monat dauern bis ich seine Spur fand, eine neue Gilde mit Namen: ‚Imperium des Goldenen Schattens’ machte von sich reden, mit aller Macht und markigen Sprüchen suchten sie nach Anhängern. Ihr Anführer sollte ein Jüngling mit Heller Stimme sein der stets sein Antlitz verhüllte. Sein name war Calchas. Allein die beschreibung der Person kam mir seltsam vertraut vor und schliesslich gelang es meinem engen Freund Berengar ein treffen mit diesem Calchas zu organisieren. Im laufe des Gespräches stellte sich herraus das Calchas über ein beachtliches Vermögen verfügte. Und sich patout weigerte sein Gesicht zu verhüllen, auch erzählte er mir das Calchas eine Narbe auf dem Unterarm habe, welche haargenau der gliche welche Ladune Kery einst zufügte.

Also machte ich mich auf und besuchte persönlich diesen Calchas, tatsächlich gelang es mir zusammen mit Damian ihn in der Taverene von Lichthafen zu stellen. Während Damian die Tür versperrte und die Wachen davon abhielt dem grossen Calchas zu helfen ergriff ich den Gnom an seiner Robe und riss seine Maske herrunter: „Dachte ich es mir doch, allzuweit würdest du nicht kommen, ich will Destards Nachlass, sofort oder muss ich es aus dir herrausprügeln!“ Ängstlich stotterte er etwas davon zusammen das er es doch alles schon an die Kämpfer der heiligen Macht vergeben habe. Einige von diesen lebten noch und ich warf ihn zu Boden: „Und die Axt die er dir gab? Hast du die auch verschenkt?“ Er stotterte etwas zusammen von Räubern und finsteren Seraphim die ihn überfallen hätten. Ich musterte die jämmerliche Gestallt und versprach ihm wieder zu kommen wenn ich herrausfinden würde das er log. Von einem plötzlichen Mut erfüllt schrie er mir hinter her er würde die Halbgötter informieren und die würden ihn schützen. Ich ging ohne ihn zu beachten weiter und er krakelte: „Wenn du mich nochmal anfast wird dich Rahja ins finsterste Loch von Althea werfen“ Ich blieb stehen, dann ergriff ich einen meiner Rubinbesetzten Dolche und schleuderte diesen blitzschnell auf den an der Wand stehenden Calchas. Die Klinge raste zischend durch die Luft und durchdrang die Robe und blieb zusammen mit dem zappelnden und wimmernden Calchas dort zurück. Ich verlies zusammen mit Damian die Taverne, die Protektoren rannten einen grossen Bogen um uns machend in die Taverne und befreiten Calchas von seinem Elend.

Zusammen mit meinem Waffenbruder machten wir uns auf die Suche nach den Helden welchen Calchas angeblich einst das Gold Destards großzügig spendete. Und tatsächlich fanden wir alle wieder, schon lange waren sie nicht mehr im Dienste der Gilde gewesen, doch versicherten diese welche noch lebten nie etwas von Kery oder wie er sich jetzt nannte Calchas etwas erhalten zu haben, eher noch das gegenteil. Also machten wir uns erneut auf die Suche nach dem Lügner und Feigling Calchas, bis wir ihn zitternd hinter seinen Gildenbrüdern fanden. Einer dieser trat mutig und mit fester Stimme vor und sprach mich an: „Wenn ihr zwei nicht augenblicklich verschwindet landet ihr im Tempel“, Damian zog sein Schwert und auch ich ergriff meine Streitaxt, der Seraphim machte einen Schritt auf mich zu und Damian stürzte sich mutig auf ihn, doch beendete die Klinge des Seraphim seinem Leben sein schnelles Ende und sein Juwel des Schicksaals beförderte ihn zurück in den Tempel. Hinter dem Seraphim kicherte Calchas. Ich ging einen Schritt vor und der Seraphim stürzte sich auf mich, doch zum Schlage kam er nicht, mit einem Markerschütternden Schrei endete seine Existenz in der fast 5 Ellen langen Schneide des ‚Engelsschlächters’, meiner Axt. Ich steckte meine Axt wieder weg und ergriff den wiedere wimmernden Calchas, von seinen mutigen Gildenbrüdern war nichts mehr zu sehen als ein paar am Boden liegende Schilde und Schwerter.

„Du hast mich angelogen Calchas, wo ist das Gold, welches Destard dir gab?“ In seiner Angst und nicht ohne einen gewissen stechenden Geruch in seiner Hose zu haben, beichtete er mir das er das Gold für sich selbst ausgabe um Zauberer zu bestechen ihm ihre lehren zu überlassen. Also machte ich dem Wurm ein Angebot, das Gold sollte er in monatlichen Raten an die Gilde zurückzahlen, erst weigerte er sich und zeterte von Rahja herum doch als er den Druck eines Dolches an seiner Kehle zunehmen fühlte stimmte er zu. Und tatsächlich kam die heilige Macht des Lichtes schliesslich noch zu ihrem Gold.

Langsam kehrte der Alltag ein, jede Woche traf sich der Rat und die Gilde in einem Haus in Lichthafen, bis eines Tages, auf der Insel Rabenfels und auch auf Steinbergen eine finestere Armee ihren Terror verbreitete. So kam es das die Seraphim der Gilde nicht selten in die Fänge dieser finsteren gerieten. Und sie schlugen sich tapfer muss man sagen, mit lauten schreien stürzten sie sich in die Schlacht, allen vorran der Paladin der Gilde, Dubroc und der Kleriker Drobanir. Wann auch immer einer der finsteren gesehen wurde waren sie zur Stelle und griffen das Heer der finsterniss an. Es brach ein regelrechter Krieg aus und bald schon konnte man sich mit den Insignien der Gilde nur noch sehr sehr vorsichtig bewegen um nicht getötet zu werden, ich selbst hatte in dieser Zeit auf Rabenfels mit der Suche nach meine Schwester zu tun, als ich eine junge Magierin traf die mir von den Geschehnissen berichtet. Erbost über solche Gewalt und das sprechen der Klingen rief ich noch am selben Tage den Rat der Gilde zusammen. Ich frage die anwesenden wie es seien könne das wir unserem Grundsatz der Friedlichkeit in solchen Schlachten wiedersprachen. Noch bevor die Debatte begann kam ein abgekämpfter Herold herein und berichtete das die Stadt Silberstreif vom Heer der Finsterniss belagert würde und jede Hilfe benötigt wurde, mit fester Stimme rief ich die Heiler der Gilde auf mitzukommen und den verwundeten zu helfen, die Krieger sollten uns beschützen.

In Silberstreif angekommen, retteten wir einige junge Helden davor in den sicheren Tod zu rennen. Ich selbst versorgte gerade eine junge Frau, als Dubroc mit lautem Schreien auf die Tore zurannte, gefolgt von Drobanir, welcher finstere Formeln murmelte, ich rief sie zurück doch sie rannten vom Blutrausch getrieben auf die finsteren zu, einige junge Krieger der Gilde folgten ihnen. Später an diesem Abend, die finsteren hatten sich tatsächlich zurück gezogen, trafen wir uns erneut in Lichthafen und Damian schlug wütend die Tür auf, gerade hatte ein Adept des finsteren Heeres versucht ihn zusammen zuschlagen, und er war nur mit knapper Not entronnen. Er riss die Robe die die Farben der Gilde trug von seinen Schulter und warf sie daraufspeiend zu Boden. „Schande über euch alle die ihr dieser Armee des Lichtes dient, Schande einem jeden von euch der nach der heutigen Schlacht noch stolz ist auf diese Gilde, Schande und Tod einem jeden der behauptet schwachen und bedürtigen helfen zu wollen ohne die Klinge zu ziehen!“ Dann sah er mich an und wendete sich ab. Ich selbst blickte zu Boden und begann zu sprechen: “Damian hat recht, euer Gott hat euch verblendet, ich selbst kann euch nicht helfen, unsere Wege werden sich jetzt trennen. Und doch will ich euch eure Zukunft vorhersagen, ihr werdet Macht habe, Gold und Waffen, Land und Bedienstete. Doch euer Götze leitet eure Wege, nicht euer Herz, euer Herz ist schwarz und steinern wie das einer Statue. Es wird der Tag kommen an dem ihr alle verdammt seid zu streben, ob des Banners das ihr tragt, ihr alle und nicht ein einzelner...“ Ich schloss meine Worte ab und warf das Banner der Gilde auf das von Damian und spuckte darauf, dann wendete ich mich von meinen einstigen Freunden und Gefährten ab, welche sprachlos zusahen wie Damian zusammen mit mir das Haus verliessen.

Ich blickte mich nicht um, Tränen rannen meine Wangen herunter und festen Schrittes ging ich einer ungewissen Zukunft entgegen, nur Damian folgte mir, wie oft hatte ich ihm das Leben gerettet, wie oft hatten wir zusammengstanden in der Stunde der Not...

(C) Reaper

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