Die Flucht aus dem Tal
Ich brach auf meine Knie zusammen und schluchzte, dann blickte ich zu ihr auf, in ihr verwundertes aber auch wunderschönes Gesicht. Ich rang um meine Fassung und fragte Sie: "Wie, wie heißt eure Heimatstadt... Sagt es mir, schnell..." Tränen schossen aus meinen Augen...
"Karakum, der Tyrann von Karakum war es der meinen Vater und meinen wehrlosen Bruder tötete, bevor sie sich an meiner Mutter vergriffen" Da wusste ich das sie es war, sie musste es sein. Die Tränen in meine Augen versiegten und ich richtete mich wieder auf und sah mit entschlossenen Augen in ihr Gesicht: "Du hast nichts zu fürchten, Karakum ist vergangen, der Tyrann zerschmettert von den Gewalten der Natur. Du folgst einem Schwur den ich schon vor langer Zeit erfüllte, Schwester." Sie sah etwas verständnislos in meine Augen, in ihren Augen sammelten sich Tränen und sie stammelte etwas zusammen, dann fasste sie sich wieder. "Bist du es wirklich, ich kann es einfach nicht glauben. Ich dachte du wärst bei dem Massaker geschlachtet worden... M......" Weiter kam sie nicht, die Bäume begannen zu rascheln und lösten den kreis um uns herum auf. Vom Himmel stieß Drakonis mit einem gellenden Schrei herab und kreiste dann wenige Meter über unseren Köpfen. Die Erde begann zu beben. Ich blickte den Waldwächtern nach die auf den nahen Wald zu eilten, dann sah ich die riesige Säule magischer Energie die im Zentrum des Tales aufstieg, sie wurde breiter und immer breiter, sie schien den Wald geradezu zu verschlingen.
Ich griff meine Schwester am Arm und zerrte sie mit mir mit. Dann begann sie ebenfalls zu laufen, wir rannten so schnell es unsere Beine zuließen. Meine Brust schmerzte von den hastigen Bewegungen. Ich hatte keine Ahnung wie lange ich ohnmächtig war, aber ich wusste das meine Wunden mit Sicherheit noch nicht verheilt waren. Plötzlich flitzte eine Gruppe von Nagern vor uns her und fiepte energisch, als wollten sie uns den Weg weisen. Ich lief ihnen gefolgt von meiner Schwester Jane hinterher. Nach einigen Minuten schmerzhaften Laufes, sahen wir in einigen Steinwürfen Entfernung den Eingang einer alten Mine. Wir liefen darauf zu und die kleinen Nager verschwanden in den Nahen Büschen. Mit letzter Kraft erreichten wir den Eingang der Mine und hielten erschöpft inne.
Ich atmete tief durch und spie eine Blutige Masse in eine finstere Ecke, dann drehte ich mich um und sah aus dem Höhlen einging heraus. Es war ein wunderschönes und zugleich bedrohliches Schauspiel, eine Walze von Magischer Energie ging vom See im Zentrum des Tales auf, sein Ursprung schien der Turm zu sein, der nun wieder in strahlendem Weis in die Höhe ragte, umgeben von einem wunderbaren starkem Wald. Vögel stiegen plötzlich aus den Wipfeln der Bäume auf und Antilopen traten aus dem Dickicht des Waldes hervor. Ich blickte gebannt auf die Wand Magischer Energie die immer näher und näher auf uns zukam. Als sie den Eingang der Mine erreichte und ich bereits furchtsam zurückweichen wollte hielt sie inne. Ich ging auf die flirrende und in sanftem Grün leuchtende Erscheinung zu. Und berührte sie vorsichtig mit meiner Nackten Hand. Ich spürte wie eine mächtige Magische Energie meinen Körper überflutete und ich zog meine Hand furchtsam zurück. Erst jetzt sah ich mich nach meiner Schwester um, sie kauerte auf einem Stein und sah mich aus Angsterfüllten Augen an und fragte mich: "Sag mal, passiert dir das öfters? Ich mein so plötzliches Erdbeben und Magische Fontänen?" Ich blickte sie an und grinste: "Kann sein."
In diesem Augenblick vernahm ich eine leise aber kräftige Stimme hinter meinem Rücken. Ich blickte mich um und sah eine leuchtende kleine Gestallt, ohne viel Aufhebens erkannt ich Magnus. Sicher es war nur sein Geist, eine magische Projektion seiner Seele aber er war es. Ich erkannte den langen weißen Bart und das Verzierte Breitschwert an seinem Gürtel. An seinem linken Arm war ein Schild befestigt, es trug das Zeichen des Clans, welches auch auf meiner Schulter zu finden war. Ich blickte ihn fragend an und er begann zu sprechen:
"Na du alter Haudegen, ich hab nicht viel Zeit. Ich kann den Magischen Wald immer nur für einige Kurze Momente verlassen, bevor ich zurück muss. Wie ich sehe kennt ihr beiden euch?" Er sah Jane an und ich nickte, "Na Gut dann lass ich mal die Vorstellungsgespräche. Reaper du hast es also geschafft den Fluch des Alten Dunkelstamm zu brechen, aber das iss kein Grund Unvorsichtig zu werden. Dunkelstamm war nur ein kleiner Dämon, die richtig großen Brocken warten noch auf dich. Ich hab noch zwei Dinge die ich dir sagen muss. Erstens, du musst den Hort des Stahls um jeden Preis finden, und zwar bevor es die Menschen oder sonstiges Gesocks tut. Wer sich die Mauern der Feste zu diensten macht, ist unbesiegbar, kannste mir Glauben, bei Odins Hammer. Zum zweiten, du befindest dich hier in der alten Schwarzfels Mine, wenn du dem Gang folgst gelangst auf der anderen Seite in die Nähe der Stadt Silberstreif. Nimm dich da vor allem vor dem König in acht, der sieht harmlos aus, aber der ist gefährlicher als ein Rudel Fenris - Wölfe." Er setzte ab und sah mich an, "Und jetzt verrätst du mir mal was, wie zur Hölle willst du ohne Waffe und Rüstung kämpfen?" Er schüttelte den Kopf, "Na Gut ich bin mal nicht so, geht einfach den Gang entlang dort gibt es rechts eine Geheimtür, das ist ein altes Arsenal, da solltet ihr ein paar Lumpen und Waffen finden! Nun denn ich muss zurück, denk immer daran kein Wort über die Feste und wenn dich einer nach deinem Mal fragt, dann sag das iss n Chinesisches Potenzsymbol" Der Wicht grinste und verschwand vor meinen Augen.
Ich wandte mich wieder meiner Schwester zu und sah sie an. "Na los," sagte sie, "oder willst du hier Wurzeln schlagen". Dann begannen wir den Marsch durch die Höhle. Wir gingen langsam ohne Eile und Jane erzählte mir viele Dinge, wie es war nachdem mich mein Vater ausgesetzt hatte... Nach etwa 2 Stunden erreichten wir eine mit Fackeln erleuchtete Erweiterung des Ganges und ich fanden auch die versteckte Geheimtür...
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