Das Tor des Arsenals

Wir waren sicher eine Meile oder mehr gelaufen, als sich der Stollen weitet und der Blick auf eine mit wundervoll geschwungenen Ornamenten verzierte Tür frei wurde. An den Wänden hingen magische Fackeln die ein flackerndes und schaudriges Licht auf den Boden warfen. Wir gingen zu der Tür und ich sah sie misstrauisch an, hatte Magnus nicht von einer Geheimtür gesprochen? Nun diese hier sah keinesfalls so aus als ob sie zu irgenteiner Zeit geheim oder gar versteckt war. Jane wollte sie schon berühren doch aus einem Instinkt herraus hielt ich sie davon ab. Ich nahm eine der Fackeln von der wand und berührte vorsichtig die schimmernde Oberfläche der Tür.

Augenblicklich lies ich die Fackel los und starrte auf die entstehende Stichflamme. Nun wurde mir klar warum diese Tür nicht versteckt war, sie war zweifelsohne mit mächtiger Magischer Energie aufgeladen. Ich sah mich in dem Raum um, doch konnte ich nichts entdecken was uns weiterhalf. Also sammelten wir einige Holzscheite die umherlagen und bereiteten uns ein Nachtlager. Nach einigen unruhigen Stunden Schlaf erwachte ich und sah meine Schwester noch immer schlafen. Ich stand auf und ging zu der Tür hinüber, welche mich plötzlich wie magisch anzog, ich setzte mich mit verschrenkten Beinen davor und betrachtete die ineinander verfließenden Ornamente. Fast schien es mir als ob ein Leben in ihnen sei den sie schienen sich stetig zu bewegen. Zuerst dachte ich es sei eine Sinnestäuschung, hervorgerufen durch das flackern der Fackeln aber dann bemerkte ich das die Tür nicht aus einem festen Stahl geschmiedet war sondern wie eine Wand flüssigen Metalls war.

Mit dieser Erkenntniss begann ich nun den Fluss der Ornamente zu beobachten und bei genauem hinsehen entstand ein Bild, welches ich sehr wohl kannte. Mein treuer Adler Drakonis trug es auf seinem Amulett, Magnus trug bei unserer letzten begegnung ein Schild mit eben diesem Zeichen und nicht zuletzt hatte sich auf meiner Schulter eben dieses Mal geformt. Bei all den mysterien die dieses Symbol umgaben wunderte es mich kaum es hier unten in der Schwarzfelsmine wiederzufinden. So musste es wohl einen Zusammenhang zwischen den Zwergen und dem Symbol geben. Doch meine Aufgabe war eine andere ich musste diese Tür aufbekommen, in der Hoffnung dahinter die von Magnus versprochene Ausrüstung zu finden. Während ich also darüber nachsann wie die Tür zu öffnen sei bemerkte ich erst gar nicht wie plötzlich all die Fackeln im Raum erloschen und das Licht der Fackeln sich mit dem meiner Lichtrune abwechselte. Plötzlich rief Jane nach mir und deutet wild gestikulierend auf einen kleinen Lichtpunkt über der Tür.

Wie gebannt starrte ich auf den kleinen Lichtpunkt dessen ursprung ein schmaler Schacht im Felsgestein des Stollen zu sein schien. Er tanzte in wilden Bahnen über den behauenen Fels und malte dabei immer wieder ein und die selbe Form. Während ich noch überlegte was sie bedeutete wurde ich einer seltsamen Wärme in meiner Tasche gewahr und öffnete sie erschrocken. Die drei Ringe auf dem Einband des alten Buches hatten agefangen zu leuchten und strahlten eine angenehme Wärme in die Kälte der Höhle hinnaus. Ich nahm das Buch in die Hand un schlug es auf, als plötzlich die Seiten wie von selbst zu wirbeln begannen und ich auf der offenen Seite das Zeichen erblickte welches der Lichtpunkt gemalt hatte. Ich las die Zeilen die dazu geschrieben waren.

Jetzt wusste ich woher ich das Zeichen kannte, es war eine uralte Schlüsselrune. Mit verbitterung musste ich an mein altes gewand denken, welches ich verloren hatte. Denn dort hatte ich eine solche Rune, doch allein die Lichtrune hatte ich retten können. Wütend stiess ich einen kleinen Stein weg der vor mir auf dem Boden lag.

Und plötzlich bemerkte ich das da wo der Stein gelegen hatte plötzlich etwas metallenes hervorschimmerte. Ich kniete mich hin und fegte eilig den Staub zur Seite und fand unter mir eine glänzende bis auf eine einzige Rune unverzierte Metalltür, jedoch konnte ich keinerlei Schliessmechanissmus entdecken, also wendete ich mich erneut der Rune zu und stellte fest das es die entgegengesetzte Rune zur Schlüsselrune war. Doch wo sollte ich den Schlüssel dazu finden. Ich wanderte umher und überlegte, hin und her wo sich eine Schlüsselrune finden liesse, da hörte ich Janes Stimme: "Du, kannst doch Runen lesen?" Ich bejahte ihre Frage und blickte sie verständnisslos an, "dann, kannst du doch auch Runen malen, oder?" Ich lächelte Sie an und kramte in meiner tasche, dann holte ich einen uralten metallenen Metallstab hervor und erklärte Jane um seine Bedeutung:

Dieser Metallstab ist ein Runenstift, er ist aus einem sehr seltenen Metall gefertigt und hat mächtige Magische Fähigkeiten, die weit jenseits meines Verständnisses liegen, nur mit ihm kann man einer Rune ihre Magie verleihen, wenn eine Rune einfach nur mit einer Feder gezeichnet wird oder einfach aus blossem Metall geschmiedet wird, dann ist sie nicht viel mehr als ein schönes Schmuckstück.

Jane blickte mich erwartungsvoll an und drängte mich doch endlich die Schlüsselrune auf die Tür zu zeichnen, also zögerte ich nicht länger und begann in langsamen geschwungenen Zügen die Schlüsselrune aufzuzeichnen. Als ich fertig war trat ich zurück und wir beobachteten das Schauspiel, tauschende kleiner Funken stiegen plötzlich auf und wirbelten in der Luft. Bis sie plötzlich zum Stillstand kamen und in Form einer Sonne und eines Mondes verharrten, dann schwebte das seltsame Gebilde auf die Tür in der Wald zu und als sie sich berührten erlosch plötzlich das Glühen in dem flüssigen Metall und ein Spalt begann sich zu öffnen...

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