Das Geheimniss des Waldes
Seit Tagen schon lief ich durch die riesigen Wälder die sich über die Inseln der Welt Althea erstreckten. Immer wieder traf ich auf Abscheuliche Monstrositäten doch eines Tages verschlug es mich auf die Insel mit Namen, Rabenfels. Als mich der der mächtige Energiestrudel des Teleportzaubers mitten in einer Stadt absetzt durchzuckten mich schmerzhafte Gedanken, ich krümmte mich und stürzte zu Boden, einige Stunden später wachte ich auf und fand mich entblösst in einer einfachen Hütte wieder. Es war dunkel, doch ich erkannte das es draussen heller Tag war, die Fenster waren mit dicken Tüchern verhangen, welche das Licht daran hinderten in den Raum zu strömen. Mühsam setzte ich mich auf und spürte die einen stechenden Schmerz in meiner rechten Schulter, mit schmerzverzerrtem Gesicht drehte ich meinen Kopf und sah die aufgerissene Brandwunde an meiner Schulter. Jemand hatte eine heilende Salbe aufgetragen, doch ich erkannte sofort das sie nur wenig half denn die Wunde glühte von innen herraus in einem dämonischen blau. Auf dem Stuhl neben dem Bett sah ich meine Kleider und meine Tasche liegen. Ich biss meine Zähne fest zusammen und stand langsam auf, ich ging mit vorsichtigen Schritten zu dem Stuhl und nahm meine Tasche, aus ihrem inneren holte ich einige verzauberte Tücher und eine spezielle Anti-Magische Tinkur, ich tauchte eines der tücher in die Tinktur und legte einen Verband auf die Wunde, augenblicklich wurden die schmerzen schwächer, ich bewegte prüfend meinen Arm und kleidete mich an. Gerade als ich fertig war hörte ich hinter mir wie sich jemand an der Tür zu schaffen machte, ich ergriff meine Waffe und versteckte mich neben der Tür. Als sich die Tür öffnete kam eine junge in eine grüne Robe gehüllte Frau in den Raum, sie sah in den Raum und lies die Phiole in ihrer Hand fallen als sie gewahr wurde das ich nicht mehr auf meinem Lager ruhte, ich nutzte den Augenblick um hinter ihr aus dem Haus zu verschwinden, ich rannte in nach Osten, in den nahen Wald und versteckte mich dort hinter einigen niedrigen Büschen um die Häuser in die man mich gebracht hatte zu beobachten. Die Frau stürmte aus dem Haus aus dem ich gerade erst entkommen war, auch wenn ich zweifelsohne kein Gefangener gewesen war, und rief etwas zu den übrigen Häusern herrüber und augenblicklich kammen mehrer in grüne Gewänder Gehüllte Männer herraus und blickten sich suchen um. Wieder spürte ich einen stechenden Schmerz in meiner Schulter, ich ahnte bereits das die Tinktur den Schmerz nicht ewig lindern konnte, es musste ein mächtiger Fluch sein der über mich gekommen war. Ich beschloss also mich auf die Suche nach meinem Peiniger zu machen, die Grüngewandeten waren es auf keinen Fall, sicher waren es Druiden oder Einsiedler die hier versteckt und isoliert im Wald lebten.
Ich schritt durch den Wald und nach einigen Stunden Marsch sah ich sie in der Ferne, mächtige Bäume, riesig und Majestetisch. Fast 100 Fuss hoch mit Stämmen mehrere Spannen dick. Einst hatte mir mein Lehrmeister von solchen mächtigen Bäumen erzählt. Einst, so hatte er erzählt, gab es in jedem Wald solch mächtige Bäume, doch die Menschen hatten sie ihres Holzes wegen gefällt. Dieses Holz war schwarz wie die tiefste Nacht, geschmeidig genug um es mit einem einfachen Messer zu bearbeiten, doch unter dem einfluss einer speziellen Tinktur, gemischt aus den Wurzeln der Alraune und den Blüten der Lotusblume wurde dieses Holz härter als der beste Stahl. Gern brüsteten sich junge Krieger mit dem Besitz eines Schildes aus eben diesem Schwarzen Holz. Doch viel gefährlicher noch waren eine Waffe, von deren Existenz nur uralte Legenden Erzählten, eine Axt aus dem Holz des Schwarzen Riesenbaumes K'Ralort dem größten der Bäume. Diese Waffe, sah sie auch aus wie ein Spielzeug so war die doch gefährlich wie die Schwärste Klinge aus dem härtesten Metall. Man nannte sie erfürchtig auch den Kolossus. Doch ich schweife ab... Ich schritt langsam auf die Bäume zu und begann bald darauf die Magische Aura zu spüren die sie umgab. Die Schmerzen die meine Wunde verursachte wurden mit jedem Schritt den ich auf die Bäume zumachte schwächer, als ich den ersten der drei Baumriesen erfürchtig berührte, rauschten die Blätter plötzlich auf. Ich schrack zurück und spürte plötzlich wie mich ein hölzerner Tentakel von hinten berührte. Ich fuhr herum und hinter blickte in die strahlend blauen Augen eines lebenden Baumes, in meinem Kopf formten sich Gedanken und ich spürte wie die Kreatur eine telephatische Verbindung zu mir aufbaute. Ich lies sie gewähren und bald war ich in der Lage mit ihr zu kommunizieren. Nun es war nicht das was Menschen im allgemeinen als Unterhaltung bezeichnen würden. In den nächsten Minuten erfuhr ich das sich diese Kreaturen, von welcher es viele zu geben schien, Wald Wächter nannten.
Ihre Aufgabe war es die drei mächtigen Schwarzholzbäume vor der Willkür der Menschen zu schützen. Bis zum heutigen Tage war ihnen dies auch gelungen, doch ein furchtbarer Flucht lastete auf ihnen. Viele der ihren hatten den Verstand verloren und die angestammte Heimat verlassen um die Menschen zu jagen, diese Dämonischen Bäume bedrohten nun die Städte der Menschen, die Feste Skullkeep hatten sie bereits bis auf die Grundmauern überwuchert, als das dort nur noch ein furchtbarer Tyran namen Schwarzblut sein Dasein fristete. Zwar hatten diese Dämonenbäume einen großen Teil ihrer magischen Energie verloren, aber dennoch hatten sie den Hass der Menschen auf sich gezogen und diese waren nun auf der Suche nach der Herkunft des Übels. Auch erfuhr ich das die Menschen zusammen mit wiedergebohrenen Seraphim des Gottes Artherk auf der Suche seien und sicher bald die großen Bäume finden würden. Was geschehen würde wenn dem so wäre, war gar nicht auszudenken... Ich berührte die Kreatur tröstend und wendete mich dann wieder den Baumriesen zu. Majestetisch ragten sie vor mir in den Himmel und langsam schritt ich in ihre Mitte,wo sich ein hölzerner, seltsam gewundener Altar befand, als ich ihn erreichte erkannte ich das er mit wunderbaren runen verziehrt war, aus den Wipfeln der Bäume stiegen schwärme von Vögeln auf und plötzlich vernahm ich einen Schrei und ein Weisser Adler stürzte auf mich hernieder, instinktiv duckte ich mich und der Adler sauste nur wenige Millimeter über meinem Kopf entlang um 20 Meter weit weg zu wenden um mit wenigen Flügelschlägen wieder auf meinen Kopf zuzurasen, ich riss meine Axt nach oben und leitete den Angriff mit der Längsseite ab, der Vogel rasste schreiend in die Wipfel der Bäume um Sekunden in Pfeilschnellem Flug wieder auf mich zuzurasen. Ich werkannte dieses Tier war ausdauernder als ich, es würde erst aufgeben wenn es sein Ziel erreicht hatte, doch was war dieses Ziel? Meinen Tod konnte es wohl kaum wollen, nichts hatte ich ihm oder seiner Heimat zu leide getan, und als Nahrung war ich zweifelsohne selbst für diesen mächtigen Adler zu gross. Ich beschloss also das Blatt zu wenden und warf meine Axt zu Boden und streckte meinen linken Arm aus. Der Adler kam erneut auf mich zu, doch anstatt auszuweichen sah ich tief in seine Augen lodernden roten Augen und flüsterte eine mächtige Schutzformel die mich mein Lehrmeister Tolkan einst lehrte, dazu berührte ich mir meiner rechten Hand die Rune des Frieden die sich auf der Brust meiner Robe befand.
Nur wenige Meter vor mir breitete der Adler plötzlich seine Schwingen aus und landete auf meinem Unterarm ich spürte sein Gewicht, er wog wenigsten 200 Pfund und seine Krallen bohrten sich in meinen Handschuh. Ich sah in die Augen dieser wunderschönen Kreatur und spürte einen verbundenen Geist in ihrem Inneren. Ich spürte die Macht seines Herzens, es war so rein wie das Wasser eines Bergbaches wenn es aus der Erde hervorbricht, so voller Kraft wie das Feuer einer Schmiede und doch so sanft wie die liebkosenden Worte einer liebenden Frau. Ich zog den Arm langsam wieder zu mir hin und der Vogel schmiegdte sich plötzlich an meinen Kopf an, in diesem Augenblick wurde ich des Medallions an seinem Hals gewahr. Vorischtig griff ich danach und sah eine schwarze Sonne die sich in einen Weissen Halbkreis hinein erstreckte und einen weissen Mond in der Sonne. Auf der Rückseite des Medaillions war ein Name eingraviert, Drakonis. Ich blickte in die warmen Augen des Adlers und fragte zögern, ist dies dein name? Drakonis? Der Vogel blickte mich zustimmend an. Ich blickte mich um und sah das die drei mächtigen Bäume plötzlich von Waldwächtern umgeben waren die mich traurig aus ihren tiefroten Augen ansahen. Ich werde euch helfen, helfen den Fluch zu brechen der eure Brüder des Verstandes beraubte... Ich werde euch helfen, doch kann ich nichts gegen die Menschen tuen die euch suchen. Ich kann sie nicht alle aufhalten, doch ich werde tuen was in meiner Macht steht den Wald zu schützen, sowahr ich hier stehe. Der Adler stieg plötzlich wieder in den Himmel empor und verschwand am Horizont.
Als mein Blick in die gegenwart zurückkehrte waren die Waldwächter verschwunden, ich sah auf den Altar und aus seinem Zentrum vernahm ich ein leises Summen das mehr und mehr anschwoll, dann begann der Altar von innen herraus zu leuchten und zu glühen. Ich verlor das Bewusstsein und als ich erwachte fand ich mich auf nacktem Stein liegend zwischen acht mächtigen Monolithen, ich stand auf und wurde des Weissen Adlers gewahr der am Himmel kreiste. Wieder einmal trat ich meinen Marsch an, nichtahnend was als nächstes kommen würde, welche Mysterien die Wälder Altheas noch für mich bereithielten. Ich wanderte durch die Berge und wohin ich auch ging der weisse Adler folgte mir. So hatte ich meinen ersten Freund gefunden in der gefährlichen Welt von Rabenfels...
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