Die Wiedergeburt des Namenlosen Clans

Ich wanderte durch die Wälder, immer noch wütend und zugleich traurig über das geschehene. Was hatte ich nicht alles für sie getan, mein Leben, meinen Ruf riskiert. Ich schwor ihnen ewige treue und wie dankten sie es mir? Nichts von all dem was ich ihnen zu sagen versuchte wurde erhört, sie stellten den Gott Artherk über alles, liefen blind ihrem Götzen nach, töteten in seinem Namen. Sie schwangen große Reden, weise Worte von Frieden, Diplomatie und Vernunft, doch nur zuoft musste ich sehen wie sie das Schwert gegen andere erhoben, gegen Menschen die einfach nur eines anderen Glaubens waren. Und unschuldige waren es die Ahnungslos auf das Schlachtfeld liefen und von den Energien der Magier zerrissen wurden. Deren Leiber sich am Rande türmten, zerschmettert von mächtigen Kriegshämmern, zerrissen von den scharfen Klingen der Schwerter und Äxte. Verbrannt vom Feuer der Magie...

So wanderte ich durch die Schluchten der Berge von Rabenfels, getrieben von Trauer und Wut, als ich ihn erblickte, dieses Monument, erschaffen vor tausenden von Jahren, grau von den Gezeiten und doch majestetisch standen diese Felsen dort auf einer kleinen Insel. In ihrer Mitte loderte ein feuriges Portal, eine mystische Kraft zog mich auf die Erscheinung zu, lies mich alle Furcht und Vorsicht vergessen. Ich schritt zittern auf das Portal zu, ich sah mich um doch niemand war mir gefolgt, auch wenn ich wusste das einige mich suchen würden, versuchen würden mir zu folgen. Doch das war ihre Entscheidung, ich konnte und wollte niemanden zwingen meinem Pfad zu folgen. So beschloss ich den Schritt zu wagen, zu sehen was auf der anderen Seite des Portals zu finden sei.

Ich weiss nicht mehr wie lange ich dort auf dem harten, steinigen Boden gelegen habe, doch als ich erwachte, schmerzten meine Glieder und ich spürte das ich nicht mehr in den Magier-Bergen weilte. Ich sah mich um und erblickte einen weiteren Steinkreis, doch er war anderes nicht vom Wind gegerbt, nicht vom Wasser abgewaschen, die Steine glühten in tiefem Rot, und strahlten eine Mystische Energie aus. Ich blickte nach oben und erkannte das ich nicht unter freiem Himmel war, ich sah eine behauene Felsdecke, an den Wänden sah ich mystisch lodernde Fackeln die den Raum erhellten. Mühsam stand ich auf und ging auf den einzigen erkennbaren Ausgang zu. An der östlichen Wand klaffte dieser wie ein Dämonisches Maul das alles lebende verschlingen wollte, doch es war der einzige Weg aus dem Raum, das Portal hinter mir war schon lange erloschen. Und so schritt ich durch die Pforte und ging tastete mich durch einen langen finsteren Gang, vor. Bis ich ein schwaches Licht erkannte, ich lief darauf zu und betrat einen riesigen Saal.

In der Mitte des Raumes, stand ein massiver Tisch aus Stein um ihn herum uralte eicherne Stühle. Bis auf einen alle Leer. Auf dem Mittelsten erkannte ich die zusammengefallene Gestallt eines Menschen, ich ging auf die abgemagerte, auf ihr Schwertgestützte Gestallt zu, die Hand am Schaft meines Schwertes. Als ich schon fast neben ihm stand, richtete sich die Gestallt auf, das Schwert zum Schlag ausholend, doch unfähig diesen ob ihrer Schwäche auszuführen. Erst jetzt erkannte ich das es eine Frau war, sie schien älter zu sein als irgentein Mensch je war. Trotz ihres Alters, des abgemagerten Körpers und des eingefallenen Gesichtes, erkannte ich das sie einst eine starke Kriegerin war, eine wunderschöne Frau. Sie schwankte und im letzten Augenblick fing ich ihren mageren zerbrechlich gewordenen Leib auf. Ich legte sie vorsichtig auf den Tisch und fragte sie mit ruhiger Stimme nach ihrem Namen. Sie sah mich an, ihre Augen strahlten im Gegensatz zu ihrem Körper, stärke, jugend und weisheit aus. "Mein Name ist Claria, die letzte der Wächter von Drakort.", ihre Lippen formten die Worte und ich erkannte das sie im sterben lag. Drakort ich kannte diesen Namen, Magnus der Rote, welchen ich einst vom Fluche eines Dämonenbaumes befreite hatte mir davon erzählt. Drakort war eine sagenumwobene uralte Zwergenfeste, die letzte die den Untergang der Zwerge überstand. Den Mythen nach war sie das Zentrum einer einst mächtigen Organisation, von der selbst die weisesten Männer Altheas nicht mehr wussten als das sie existierte.

Ich beugte mich über Claria und wollte beginnen zu sprechen, doch sie lies mich nicht zu Wort kommen: "Ich... ich habe euch erwartet mein Freund, ich war es der das Portal öffnete. Ich weis um euren Schmerz, weis um das was geschah, es wurde einst prophezeit das ein gebrochener Mann des Waldes unser Heim finden würde und dem Clan zu neuem leben verhelfen würde. Meine Zeit ist nun gekommen, ich warte seit nunmher 700 Jahren auf eure Ankunft. Nehmt dieses Amulett.", ihre Hand streckt mir ein Glänzendes Amulett entgegen und ich nahm es entgegen, es ist wunderschön und ich spüre eine magische Kraft die es zu durchfließen scheint. "Dieses Amulett ist der Schlüssel zur Feste von Drakort, allein ihr Träger wird die geheimnisse ergründen können die noch in diesen alten Mauern schlummern, die Geheimnisse die mich selbst mehr als 700 Jahre lang am Leben hielten. Tragt es und erfüllt eure Bestimmung, sonst war mein Leben vergeudet und Drakort wird in den Gezeiten der Berge vergehen." Sie schloss die Augen und starb, starb in meine Armen. Ich sah sie an und spürte eine Verbundenheit zu dieser Frau, die ich nur ncoh nie verspürte kannte, eine Verbundenheit die sich tief in meine Seele brannte.

An den Wänden standen 13 Sarkopharge, nur einer war noch unverschlossen, er trug den Namen Claria. Ich hob ihren Körper an und bettet sie in das steinerne Grab, welches sich nur Sekunden später wie von allein zu schließen begann. Ich sah mich um und begann die Feste zu erforschen, überall sah ich die Spuren der Zeit, überall hingen Spinnweben waren Möbel verottet und hingen uralte verwaschene Banner an den Wänden. Nach Stunden des Wanderns fand ich dann die nahezu unzerstörte Bibliothek. Im Zentrum stand ein mächtiger tausende Seiten dicker Foliant, ich ging darauf zu und begann zu lesen. Ich blätterte mich durch mehr als zehntausen Jahre von Geschichte. Geschichten von Schlachten, von Leid, Tod und zerstörung die Althea heimsuchten, lange bevor auch nur an ein Königreich von Goldmond zu denken hatte, so erzählten die Geschichten, hatteb mächtige Clans die Macht auf Althea. Und sie herrschten mit unglaublicher Gewalt und Brutalität über die Menschen. Kriege durchzogen das Land, Kriege ohne Ehre ohne Rücksicht auf schwache und hilflose. Kinder wurden abgeschlachtet, Frauen vergewaltigt und alte Männer ermordet wenn sie ihre Arbeit nicht länger verrichten konnten.

Zu dieser Zeit tauchten auf Althea Helden auf, Helden die nicht die Banner eines Clans trugen. Doch wann auch immer einer dieser Helden in Not geriet tauchten aus dem Nichts weitere auf und stellten sich dem Feind. Diese Helden halfen den schwachen, beschützten Dörfer und Bauern vor den Gewalttätigen Herrschern. Sie waren Magier, Krieger, Assasine und Heiler. Sie kämpften gegen die Anhänger Ogrimars wie auch gegen die selbsternannten Priester Artherks. Doch in keiner dieser Geschichten war zu lesen das diese Helden auf seiten eines Clans kämpften. Immer ohne Ausnahme verhielten sie sich neutral, hielten sich von den Glaubenschlachten der Götter fern, mieden die großen Städte und halfen einzig den bedürftigen. Sie verlangten keinen Lohn für ihre Dienste, vergaben Magische gegenstände ohne einen Preis zu bestimmen. Von den Menschen wurden sie verehrt und von den Clans gejagt, bis zu dem Tage als die Clans anfingen ihre Macht zu verlieren als die größten Clans zu Königreichen wie Goldmond wurden. In diesen Tagen verschwanden die Helden von Althea, der Clan ohne Namen verschwand in seiner Feste tief in den bergen von Rabenfels, an einen Ort der nur aus Sagen und Mythen bekannt war, einem Ort von dem niemand lebend zurückkehrte. Der uralten Zwergenfeste Drakort

Ich weis nicht mehr wie lange ich in dieser Bibliothek weilte, ich las all diese Bücher, all die Geschichten und Mythen der Zwerge, immer wissbegieriger sog ich all dies in mich auf bis mich ein Ruf aufschreckte: "Bruder !!!". Erschrocken sah ich mich um und in der Tür stand meine Schwester, zusammen mit einem meiner besten Freunde. Ich sah sie an und ohne weitere Worte führte ich sie in den großen Saal zurück, ich entzündete den riesigen Kamin und erzählte beiden was ich in der Biblithek fand. Erzählte die Geschichte des Clans ohne Namen und am Ende sah ich sie an und sagte: "Es ist an der Zeit das es ein neues Kapitel in der Chronik des Clans gibt, ich werde die Herrausforderung annehmen die mir Claria anbot. Es wird nicht leicht werden, doch Althea ist in Gefahr, in Gefahr erneut in einem Rausch der Gewalt und des Todes zu versinken. Doch es ist nicht Makrsh P'Tang der dieses Blutbad verursachen wird, sondern die Menschen die ihren Götzen dienen. Wir werden die wenigen würdigen unter ihnen suchen und vereinen. Unsere Stärke wird nicht das Banner sein, nicht die Schreie der Krieger nicht die Feuer der Magie, unsere Stärke wird in die Verschwiegenheit sein. Stärke ist eine Größe die jeder Narr einzuschätzen vermag, doch niemand kann mit dem unvorhersehbaren rechnen."

(C) Reaper

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