Nirvon der Schattenelf
Auch wir Elfen kommen in das sogenannte heiratsfähige Alter. Ich war gerade 200 geworden und war nun alt genug mir einen Begleiter für mein weiteres Leben zu suchen.
Doch in meinem Inneren fühlte ich mich noch nicht soweit und anstatt mich nach einem geeigneten Hochelf um zu sehen, streifte ich lieber mit Undine, einem Geist des Wassers,
durch den Wald. Als ich mich auf einem Baum niederließ um einen Apfel zu mir zunehmen
spürte ich die Anwesenheit eines Schattenelfs.....oder waren es zwei.....
Ich rührte mich nicht und konzentrierte all meine Sinne auf die Bewegungen des Schattenelfs.
Ich spürte das er sich mit hoher Geschwindigkeit näherte.
Doch ich merkte erst zu spät das er schon dicht hinter mir war.....ich spürte den Windhauch als er mit seinem Dolch ausholte.
Doch da tauchte Undine auf und spritzte ihm ihre säurehaltiges Wasser in die Augen, er schrie auf und durch den Schock und dem Schmerz traf er zum Glück nicht mein Herz sondern rammte mir den Dolch durch die Schulter.
Als er sich die Hände vor die Augen hielt nutze ich dies um zu fliehen doch keine ganze Minute verging und er folgte mir.
Nachdem ich schon 20 Minuten durch die Bäume flog und er immer noch hinter mir her war,
konnte ich nicht mehr anders ich musste ihn töten, sonst würde er mich mein ganzes Leben, ob es nur noch 4 Minuten oder 600 Jahre lang war verfolgen....und mir nachdem Leben trachten.
So versteckte ich mich hinter einem Baum und als ich spürte des er nah genug war kam ich hervor und stieß ihm den Dolch in sein Herz.
Sein Gesicht verzog sich und seine Augen gwollen seltsam hervor. Er fiel auf den Boden und löste sich augenblicklich auf.........
Völlig außer Atem sank ich auf die Erde und machte mich auf den Heimweg. Nachdem ich schon eine Weile gelaufen war bemerkte ich eine Aura die stark und böse war und ich war mir sicher das dies vorhin der zweite Schattenelf war den ich gespürt hatte.
Wollte er den anderen rächen..?
Ich versuchte mich zu konzentrieren doch ich war zu schwach um meine Kräfte zu sammeln.
Und auf einmal stand er vor mir.....der Schattenelf.
Er war groß, größer als die Schattenelfen dich ich bisher sah, sein Blick war kalt und durchdringend.
Ich bereitete mich schon auf meinen Tod vor. Doch er zog nicht seinen Dolch sondern sprach zu mir....So alleine?....ich schaute ihn verblüfft an, denn noch nie hatte ein Schattenelf ein Wort an mich gerichtet. Er ging einmal um mich herum aber er tötete mich nicht sondern redete weiter....Dies kann gefährlich sein für so eine junge Hochelfe wie ihr es seid, doch warum sorge ich mich ihr beherrscht euren Dolch hervorragend.
Ein kaltes Lächeln huschte über sein kantiges Gesicht und seine Augen, die so tief waren wie das Meer funkelten. Da nahm ich all meinen Mut zusammen....Wollt ihr nun Rache? Dann handelt und redet nicht drum herum.....er lachte....Rache? Ich? Er hatte es doch verdient so unfähig wie er sich verhielt.
Wie kann man nur so kalt sein, schoss es mir durch den Kopf.
Er betrachtete mich von oben bis unten.....Ausserdem nähert man sich doch nicht so einer schönen Hochelfe wie ihr es seid.....ich stutze, hatte er schön gesagt? War dies ein Kompliment oder war das die Ironie die aus ihm sprach?
Da lächelte er...Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt!...er verbeugte sich...Mein Name ist Nirvon und wie ist der eure wenn man dies erfragen darf?....seine Bewegungen waren elegant und seine Haltung war stolz.
Ich war einfach nur verwirrt und deshalb brachte ich die Worte nur stotternd hervor.....Mein Name ist Deedo......und wieder lächelte er aber diesmal war es nicht kalt es war herzlich....
Ich hatte angst aber ich fühlte mich auch gleichzeitig sehr wohl in seiner Nähe, meine Gefühle wirbelten wild durcheinander.
Er sah auf meine Schulter und riss einen Fetzen von seinem Umhang ab....Deedo, ihr blutet.....mit diesen Worten trat er näher und riss mir mein Gewand an der Schulter auf.
Ich zuckte zusammen doch ich verspürte keine angst....er verbandt mich vorsichtig und lächelte. Meine Gefühle waren hin und her gerissen und so wollte ich einfach nur weg,
alleine sein, mich und meine Gefühle ordnen. So stotterte ich....Ich muss nun gehen.
....ich wandte mich um und ging einen Schritt doch leider hatte ich nicht die Wurzel bemerkt, die da aus dem Boden ragte und so stürzte ich doch Nirvon fing mich auf.
Ich spürte seine starken Arme und mein Herz glühte als ob es verbrannte.
Er lächelte...Ich hoffe wir begegnen uns ein zweitesmal. Dann verschwand er im dunkel des Waldes.
Als ich wieder in meinem Wald war dachte ich pausenlos an Nirvon, ich musste ihn wiedersehen und trotz Undines Warnungen ging ich alleine in den Wald des Schattens.
Und so traf ich ihn ein zweitesmal und dieses mal begab ich mich freien Willens in seine Arme, ich genoss seine Blicke, Wörter und seine Liebkosungen.
Doch kurz nach diesem Treffen holte mich Arrglien zu sich und erzählte mir von dem Fluch, der wegen des schrecklichen Verhaltens der Schattenelfen, auf uns lag.
Sie wusste von Nirvon und so verbot sie mir mich dem Wald des Schattens zu nähern.
Doch dies wollte ich auch nicht da sie mir von dem Fluch erzählte und meine angst in mir stieg aber meine Sehnsucht nach Nirvon verging nie.....
Doch heute weiss ich das diese Geschichte von dem Fluch eine Lüge war............
1 Jahr später überkam uns das Grauen und so sah ich Nirvon nie wieder.........
Doch auch heute schweifen meine Gedanken um ihn und meine Sehnsucht vergeht niemals..............
Eure Deedo
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