Cohens Entführung
Die Entführung
(von Elfe Noir FdS ausgeheckt)
Etwas gelangweilt streifte ich über Steinbergen, ich wartete noch auf meinen Verlobten, die Zeit der Ruhe war vorbei, gemeinsam wollten wir Neues entdecken. Ich wartete bei den Skraugs, mein Schwert hielt blutige Ernte, es war ein Gemetzel, kein Schwerttanz.
Plötzlich verdunkelte sich der Himmel, Schwärme von Tauben flogen über die Inseln und sandten allen Helden eine Nachricht.
Mein Herz stockte, hörte für einen Moment auf zu schlagen, der Skraug der in mein Schwert fiel nahm ich nicht mehr wahr.
Cohen, mein Verlobter wurde entführt!
Entsetzen und Angst überfiel mich, ich fühlte mich, als ob mich wieder einer dieser Versteinerungszauber der Schwarzen Witwen erwischte, ich war wie gelähmt. Ein Schrei kam über meine Lippen: Cohen!
Doch dann schnelle Überlegungen: Wo kann er sein? Wie es ihm wohl geht? Wer sind die Entführer? Was können sie nur wollen?
Hämisches Gelächter bohrte sich plötzlich in meinen Kopf:
HARHARHARHAR
MUHAHAHAAHAHAHA
Von allen Seiten schien das boshafte Gelächter zu kommen, raubte mir den Verstand, machte mich wütend, ein Skraug der vor mir auftauchte, fiel zweigeteilt mit einem Hieb zu Boden.
Immer wieder das Gelächter vieler Stimmen in meinem Kopf:
HRHRHRHRHR
HARHARHARHAR
MUHAHAHAAHAHAHA
HARHARHARHAR
Dann erstarb es plötzlich, eine Stimme, eiskalt und böse hallte in mir:
Ich will das Blut eines Ewigen in einem goldenen Opferkelch, und ein Ewiger soll das Opfer durchführen!!
Ich kannte die Stimme, so kalt das dass Blut gefriert, Uktogoths Stimme.
Warum er? Warum Cohen? Was hat er getan? Was haben wir Ewigen getan?
Ich sank auf die Knie, versuchte die Stimmen der Dunklen in meinem Kopf zu entwirren, um Uktogoth zu antworten:
Uktogoth, verschone Cohen, ich werde mich opfern und Klingsor der Kleriker wird das Ritual vollziehen!
Ich musste ihn hinhalten, ihn besänftigen, Zeit gewinnen um Cohen zu finden, rechtzeitig zu finden. Ich eilte zu Torgas, hier konnte ich Tauben zu den Ewigen schicken, seine Tauben wissen immer wo die Ewigen sind, und schnell waren wir vereint um Cohen zu suchen. Ständig hallte die kalte Stimme Uktogoths in meinem Kopf, der das Blut einforderte, ich konnte mich kaum konzentrieren. Klingsor, Shadowwolf und ich machten uns gemeinsam auf die Suche. Späher berichteten uns man habe eine größere Gruppe schwarzgeflügelter Seraphen in der Höhle zu Lichthafen gesehen. So machten wir uns auf den Weg, sorgfältig wählte ich die richtige Rolle aus und sprach die Worte um mich nach Lichthafen zu teleportieren. Magie! Ich hasse sie, doch in diesem Augenblick bemerkte ich meine Übelkeit nicht, zu groß die Angst um meinen Liebsten. Mit gezückten Waffen rannten wir zur Höhle, schummriges Fackeln und magische, kalte Magie tauchten die Höhle in gespenstiges Licht, dort waren sie. Und ich sah Cohen, geknebelt, gefesselt, gefoltert, aber er lebte noch. Schnell, um meinen guten Willen zu zeigen steckte ich Schwert und Schild weg, wies meine Freunde an mir gleich zu tun. Tan Morano, Elfe Noir und weitere stellten sich uns in den Weg.
Ich bin hier um zu verhandeln bat ich die Dunklen.
Was kannst du schon geben, wir wollen das Blut eines Ewigen, sprach Elfe Noir. Verächtlich spuckte sie mir dabei vor die Füße und kratzte dabei mit ihren Nägeln durch Cohens Gesicht.
Einen Juwel, sagte ich, einen Juwel der Unsterblichkeit. Einen Juwel für jeden der Ewigen. Ist das genug? fragte ich hoffend.
Das ist ein guter Preis, antwortete Tan Morano, wir werden darüber beraten.
Ich wollte zu Cohen, wollte sehen wie es ihm geht, er regte sich nur noch schwach. Doch sie versperrten mir den Weg. Eine kleine Gruppe schleifte ihn weiter nach hinten in die Höhle. Er war schon schwach, Elfe vergiftete ihn mit ihrem Gesang und träufelte ihm immer wieder Manatränke ein. Dabei ist er doch allergisch dagegen, es könnt seinen Tod bedeuten, wollte ich ihn retten durfte ich nun keine Zeit mehr verlieren. Shadowwolf versprach hier in der Höhle zu warten. Mit Klingsor machte ich mich auf den Weg zum Tempel Ogrimars, ich konnte das Ende der Beratung nicht mehr abwarten, Cohen mein Liebster würde tot sein, dann hätte ich versagt. Ich wusste was zu tun war, nur mein Leben konnte das Cohens retten, das Opfer eines anderen Ewigen durfte ich nicht zulassen, unsere Liebe würde mit dem Opfer eines anderen Ewigen sterben, den Preis wollte ich nicht bezahlen. Sicher was zu tun war eilten Klingsor und ich zum Tempel Ogrimars. Innerlich ruhig, zu wissen was ich tun musste, trat ich Uktogoth gegenüber. Keine Angst mehr in meinen Augen, in meinen Gedanken.
Avelyn und Mystify standen bereits am Eingang des Tempels, sie wollten uns helfen. Doch ich wies sie an auf Gewalt zu verzichten, ich war bereit.
Hier bin ich, rief ich ihn an, und hier ist Klingsor, der Kleriker. Er wird vollstrecken.
Sehr schön, lachte Uktogoth, das Opfer wird mir gefallen, boshaft, kalt lächelnd übergab er Klingsor den verzierten Opferdolch. Andromedius und Baradur, beide mir ebenso tiefschwarzen Flügeln lächelten ebenso kalt uns an, freudig erregt das Blutopfer zu bekommen.
Klingsor nahm zögerlich den Dolch die Hand.
Ich kann es nicht tun, Kithara, ich kann dich nicht töten, sagte er und blickte mir traurig ins Gesicht.
Doch Klingsor, mein Freund, tu es, für Cohen, für mich, damit er weiterleben kann. Du musst!
HARHARHAR, lachten die Dunklen, seht sie sind zu feige sich zu opfern, hämisch lachten sie uns aus.
Klingsor, forderte ich ihn auf, stich zu, ich hielt ihm ungeschützt mein Herz hin, ich helfe dir ich nahm seine Hand, wollte sie führen, gemeinsam sollten wir das Opfer vollbringen.
Doch plötzlich riss sich Klingsor von mir los, erhob die Hand mit dem verzierten Dolch und stach zu,...
Ich sah das überraschte Gesicht Uktogoths, die entsetzten und verdutzten Augen Andromedius und Baradurs. Der Dolch steckte in Uktogoths Brust, sich die blutende Wunde haltend, sank er röchelnd zu Boden. Wütend stürmte Andromedius auf Klingsor zu und hieb ihm mit seinem Schwert in die Brust Klingsors. Klingsor sank sofort zu Boden. Das geschah so schnell, dass ich es nicht verhindern konnte. Ich beugte mich zu Klingsor herunter:
Was hast du getan, Freund, du durftest dich nicht opfern, versuchte die blutende Wunde zu stillen. Seid ihr nun zufrieden? schrie ich die Dunklen an, ihr habt nun ein Opfer!
Mich schmerzte Klingsor in seinem Blut liegen zu sehen, doch ich musste zurück in die Höhle Cohens Freilassung fordern, das Blut eines Ewigen tropfte im Tempel Ogrimars, das Opfer vollzogen. Klingsor, ich weinte eine Träne für den Freund, doch mehr Zeit hatte ich nicht, noch nicht. Schnell las ich eine Rolle, hoffentlich die richtige denke ich noch, und erschien kurz darauf im Tempel Lichthafens. Schon wollte ich zur Höhle stürmen, als sich ein weissgeflügelter Bogenschütze, Larius, sich mir anschloss. Larius, ein Freund aus frühen Tagen, dankbar für seine Hilfe, liefen wir gemeinsam zur Höhle. Wo suchen? Die Höhle war groß, doch der Lärm der mir verhassten Magie hallte an den Höhlen wider. Doch was mussten wir erblicken, Leichen lagen überall verstreut, wir folgten dem Pfad des Blutes, der Geruch von Tod hing in der Luft. Ich hatte Angst. Angst das Cohen nicht mehr leben würde, Angst das er mich nicht mehr erkennen würde. Der Gesang Elfe Noirs erzeugte mir Gänsehaut. Wir näherten uns den Dunklen, die Toten häuften sich, der Gesang wurde deutlicher. Als wir um die nächste Biegung liefen, standen wir vor ihnen.
Gebt Cohen frei, forderte ich, das Opfer ist vollzogen.
Bist du sicher, dass er noch zu dir will? flüsterte mir Elfe hämisch zu. Ihre Augen funkelten gehässig, ihre Lippen versprachen Gift und Tod.
Wartet hier, Kithara, wir werden ihn hohlen, sagte Tan Morano und er entfernte sich.
Er hat dich längst vergessen, lächelte Elfe kalt, er wird mir schmecken. Dabei leckte sie sich und ich konnte ihre spitzen Zähne sehen. Ich wandte mich ab, mein Herz klopfte wie wild, ich wollte in die Höhle stürmen, doch wir wurden zurückgehalten.
Da kam Tan Morano und noch zwei wieder, schleiften den fast leblosen Körper Cohens mir vor die Füsse. Schnell befreite ich ihn von seinen fesseln und seinem Knebel, versuchte ihm einen Heiltrank einzuflössen. Die Spuren der Folterung waren an seinem ganzen Körper zu sehen.
Plötzlich fing er an zu husten.
Wo bin ich? Wie komme ich hierher?
Kithara, was machst du hier?
Tränen liefen mir übers Gesicht, er lebte. Doch um welchen Preis? Klingsor unser Freund, und die vielen Gefallenen hier in der Höhle. Ein großes Blutopfer. Ogrimar muss glücklich sein heute, ein Blutfest für ihn.
Kithara
Gedenkt Klingsor und den unzähligen Gefallenen
Ooc: mein Eindruck des gestrigen Abends, vielleicht schreibt ein Dunkler mal was dazu, aus deren Sicht. Entschuldigt wenn ich nicht alle Namen nenne, ich hatte das Log leider off, an alle kann ich mich nicht erinnern und auch nicht an den genauen Wortlaut, hoffe es gefällt trotzdem.
(C) Kithara
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